"Die Mär von der Meinerschen Kreiselvorrichtung" von Geraldine Oetken

Präsentation und Diskussion am 19. November ab 17:30, Cafe Riptide

Die" Mär von der Meinerschen Kreiselvorrichtung“ arbeitet kritisch mit den Strukturen des Online-Lexikons Wikipedia als der zentrale Ort, wo Wissen heute verwaltet wird.
Die Meinersche Kreiselvorrichtung an sich ist eine fiktive Erfindung des wiederum fiktiven Erfinders Ludwig Meiner. Sie beschreibt einen archaischen Fernseher aus der visionären Anfangszeit seiner Entwicklung. 
Allerdings wurde die Story und die Faktenlage rundherum so passgenau in den historischen Kontext eingesetzt, dass die Grenze zwischen Dokumentation und Fiktion sowohl für die kontrollierenden Experten als auch für die Nutzer vom Wissensmonopol Wikipedia durchlässig wird. Der oberflächliche Schein der faktischen Wahrheit wird gewahr. Durch die „Wikifizierung“, also die Verlinkung auf weitere Artikel und die Übernahme in das Nachschlagewerk, wurde der Artikel in die Reihe der über 1.130.000 anderen Artikel gestellt. 
Mit einer scheinbar unabhängigen Webseite wird das Wissen legitimiert und erweitert. Hierbei ist nochmals zu betonen, dass der Exkurs auf der Seite über das mechanische Fernsehen recherchiert und belegbar ist, während die Biographie Ludwig Meiners und seine Erfindung, sowie der gesamte Wikipedia-Eintrag seitens der Künstlerin reine Erfindungen sind.

Link zum Wikipedia-Eintrag:http://de.wikipedia.org/wiki/Meinersche_Kreiselvorrichtung

Link zur scheinbar unabhänhigen Webseite:http://www.meinersche-kreiselvorrichtung.de

Künstlerin: Geraldine Oetken

Präsentation und Diskussion am 19. November ab 17:30, Cafe Riptide

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